Aktuelles

21. November 2016

Bürgerversammlung Rugendorf

Bericht: Klaus-Peter Wulf


1. Bürgermeister Ralf Holzmann zog auf der mit 70 Personen gutbesuchten Bürger-versammlung im "Haus der Jugend" zufriedene Bilanz über das zu Ende gehende Jahr 2016 und blickte positiv in die kommenden. Da die Gemeinde derzeit nur noch einen erschlossenen Bauplatz zum Verkauf anbieten kann, wurde vom Gemeinderat die Erschließungsplanung für das Neubaugebiet Langenbühler Weg III an das Kulmbacher Ingenieurbüro IBP vergeben. Dort werden acht Parzellen für Einfamilienhäuser entstehen. Erschlossen werden soll das Areal durch eine Stichstraße mit Wendehammer. Die notwendigen Finanzen für die Erschließung werden im Haushalt 2017 eingestellt.

Auch arbeiten die Ingenieurbüros mit der Gemeinde zusammen an der Bebauungsplanung für die Erweiterung des Industriegebietes "Am Sportplatz 2", damit für die Betriebsansiedlung im kommenden Jahr die notwendige Infrastruktur bereitsteht sowie alle betroffenen Grundstücke einbezogen sind und überplant werden können. Ralf Holzmann sagte zu, dass die Kommune zusammen mit der sich neuansiedelnden Firma rechtzeitig den Startschuss der Öffentlichkeit präsentieren wird. Die Erschließungskosten für das Wohn- und Industriegebiet bezifferte der Bürgermeister mit voraussichtlich 155000 Euro.

Aus dem Standesamt und Meldewesen berichtete das Gemeindeoberhaupt, dass in diesem Jahr vier Geburten sechs Sterbefälle gegenüber stehen. Aktuell sind 1026 Personen in Rugendorf gemeldet. Die Gesamtverschuldung der Gemeinde wird bis zum Jahresende 2016 mit 959000 Euro wieder unter die Millionengrenze sinken und die Pro-Kopf-Verschuldung 924 Euro betragen. Der gemeindliche Zuschuss für das "Haus der Jugend" beträgt rund 75000 Euro. Für die bevorstehende energetische Sanierung im Rahmen des KIP-Programmes gibt die Frankenwaldgemeinde 154000 Euro aus sowie für die laufende Breitbanderschließung 310000 Euro. 406700 Euro fließen für die beiden Projekte an staatlichen Zuweisungen.

Für die 700-Jahr-Feier der Gemeinde Rugendorf in diesem Jahr wurde eine Chronik herausgegeben, die im Dorfladen sowie der Gemeinde- und VG-Verwaltung käuflich erworben werden kann. "Sie ist lesenswert und sicher ein schönes Weihnachtsgeschenk", warb Bürgermeister Ralf Holzmann. Schlaglichter waren im Rahmen dieses denkwürdigen Jubiläums die 125-Jahr-Feierlichkeiten des Gesangvereins Rugendorf, das 50-jährige Gründungsjubiläum der rührigen Landjugendgruppe Rugendorf, die Einführung der neuen Pfarrerin Sigrun Wagner sowie die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Rugendorf-Feldbuch. Zudem blickt der TTC Rugendorf auf sein 45-jähriges Bestehen zurück.

Bei dieser Gelegenheit dankte der Bürgermeister Ralf Holzmann allen Mitbürgerinnen und -bürgern für ihre beispielhafte ehrenamtliche Mitarbeit aus allen Ebenen und auch vereinsübergreifend. Er habe stets für alle Bürger ein offenes Ohr und kümmere sich gerne um die Anliegen von Jung und Alt. Gut könne er zudem mit der in einer demokratischen Gesellschaft notwendigen und auch gewünschten konstruktiven Kritik umgehen. Sehr wichtig sei für ihn als Gemeindeoberhaupt das Thema Transparenz. "Liebe Mitbürger, leben wir unseren Kindern und unserer Jugend vor, dass wir alle ein gutes Zusammenleben mit unseren Mitbürgern pflegen wollen. Allein das ist schon viel wert und für ein gutes Miteinander in der Gemeinde enorm wichtig. Wir wollen doch alle, dass wir stets vorankommen und dass sich unsere Gemeinde Rugendorf immer gut fortentwickelt", betonte Holzmann.

Detailliert blickte der Bürgermeister noch auf einige Projekte zurück. Vornan der notwendige Neubau der Arztpraxis. Das Projekt hat zusammen mit dem Einbau der gemeinsamen Holzpellets-Heizung - auch für den Dorfladen und die Filiale der Kulmbacher Bank! - 590000 Euro gekostet. Gefördert wurde das Projekt mit 150000 Euro vom Amt für Ländliche Entwicklung. Nachhaltig arbeiten alle gemeinsam daran, dass der RugenDorfladen Bestand hat. Die Gemeindeverbindungsstraße Feldbuch-Rugendorf wurde für 167200 Euro saniert. Weiterverfolgt wird das Ziel "Glasfaser in jedes Haus", denn ohne diese Infrastruktur sind Wohn- und Gewerbestandorte in nur wenigen Jahren von der digitalen Welt abgehängt. Notwendig waren einige Anschaffungen wie neues Winterdienstfahrzeug und Rüttelplatte für den gemeindlichen Bauhof. Holzmann zollte dem Team für ihr fleißiges Wirken im Namen aller ein großes Dankeschön. Heraus strich das Gemeindeoberhaupt noch die freiwillige gemeindliche Dienstleistung einer Mittags- und Nachmittagsbetreuung für über 30 Grundschulkinder für einen kleinen Obolus. Bei dieser Gelegenheit richtete Bürgermeister Ralf Holzmann auch ein Dankeschön an alle Vereine mit ihren Funktionären und Aktiven sowie den ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde Rugendorf für ihren Einsatz und die erbrachte Arbeit. Alle seien ein wesentlicher Bestandteil der Gemeinde und ohne sie würde die Kommune nicht so gut funktionieren.

In der Diskussionsrunde machte Gemeinderat Albert Müller den Vorschlag kommunale Grünflächen in Blumenwiesen umzufunktionieren, womit neben einem schöneren Anblick dem Bauhof auch Arbeit erspart würde. Bürgermeister Ralf Holzmann sagte spontan zu, dass sich die Verwaltung informieren und die Sache möglichst umsetzen wird. Angesprochen wurde in der Rugendorfer Bürgerversammlung auch das Thema Hundekot. Wie der Bürgermeister aussagte haben diesbezüglich bereits mehrere Schüler und Jugendliche die Aufstellung einer Doc-Station angeregt. Auch hierüber werde der Gemeinderat demnächst diskutieren. Geprüft werde soll zudem die mögliche Einrichtung eines WLAN-Netzes im "Haus der Jugend". Weitere Wortmeldungen gab es zu den Themen Unterstellmöglichkeiten an den Bushaltestellen in den Ortsteilen sowie die Schaffung von Aushangmöglichkeiten im RugenDorfladen.

Ein musikalisches Willkommen entbot die Dorfmusik Rugendorf vor Beginn der Bürgerversammlung allen im "Haus der Jugend". Bestens für die Bewirtung sorgte die Landjugend.