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8. Juni 2017

25 Jahre evang. Kinderhaus Regenbogen


Pfarrerin Sigrun Wagner war sicher, dass sich die Wolken bis zum Beginn ausgetröpfelt haben. Die Rugendorfer Pfarrerin scheint einen guten Draht zu Sankt Petrus zu pflegen, denn sie hatte richtig vorausgesagt, dass es während des Gottesdienstes unter freiem Himmel anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Kindergartens trocken bleibt. Bänke für die Festgäste waren auf der Liegewiese neben dem Badeweiher aufgestellt, links vom Altartisch hatte der Posaunenchor Platz genommen und auf der anderen Seite die Hauptpersonen der Feier: Die Kinder des Kinderhauses "Regenbogen."

Vor 25 Jahren hätten sein damaliger Vorgänger und der Gemeinderat ganz richtig entschieden, in Rugendorf einen Kindergarten zu bauen. Aufgrund gesetzlichen Anspruchs habe der Gemeinderat zudem im Jahr 2013 beschlossen, diesen um eine Kindertagesstätte zu erweitern. Und genau richtig sei es damals wie heute gewesen, diesen der evangelischen Kirche anzuvertrauen, blickte Bürgermeister Ralf Holzmann zurück. Er wisse das Rugendorfer Kinderhaus so in guten Händen. Mit dem Dank der Gemeinde für die gute Arbeit mit 35 Kindergartenkindern und weiteren 12 in der Tagesstätte überreichte der Bürgermeister an Kindergartenleiterin Waltraut Bauer einen Umschlag sowie für das Mitarbeiterinnenteam ein Fläschchen "zur Nervenberuhigung nach Dienstschluss." Für die Kinder hatte Holzmann außerdem einen großen Berg Gummibärchen dabei. Feierlich war die Stunde vor der Rede des Bürgermeisters. Der Posaunenchor begann mit einem Vorspiel und begleitete die Choräle der Festgäste. Und die Kinder sangen mit Gitarrenbegleitung Lieder und machten auch bei der Liturgie mit.

Sogar für die Predigt hatten sie Pfarrerin Wagner bei der Vorbereitung der Feier Ideen gegeben. Es ging darin um einen Schatz, den man anfassen kann; aber auch einen Schatz, den man nicht materiell hat - Freundschaft zum Beispiel und den Schatz, sich gegenseitig zu mögen. Auch die Eltern hatten den Kindergartenkindern zum Geburtstag ihres Hauses gratuliert: Mütter hatten extra einen Chor gebildet und zwei Lieder zur Feier beigetragen. Und mit einem letzten Lied verabschiedeten sich die Kinder von ihren Gästen, die langsam Kapuzen übergezogen hatten und Schirme aufspannten. Der nun doch einsetzende Regen hatte selbst Landrat Klaus Peter Söllner zu einer ganz kurzen Ansprache angetrieben. Trotzdem wurde danach noch im Trocknen ein paar Meter weiter im Haus der Jugend weiter gefeiert. Schließlich gab es noch Bratwürste, Kaffee und Kuchen, eine Tombola und noch genügend Zeit zum Herumtoben und miteinander Spaß haben.
Bericht und Fotos: Klaus Klaschka