Aktuelles

20. Dezember 2017

Auszug aus dem Rechenschaftsbericht bei der Bürgerversammlung Rugendorf am Freitag, den 24.11.2017 des 1. Bürgermeisters Ralf Holzmann


Einige Zahlen aus der Gemeindeverwaltung bzw. der Verwaltungsgemeinschaft

Die Zahl der Geburten im Gemeindebereich ist im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben. So konnten wir heuer bisher 4 neugeborene Bürger Rugendorfs begrüßen.

Es gab bedauerlicherweise viele Sterbefälle. Es waren 14 aus dem Gemeindebereich.

Es gab 12 Gewerbeanmeldungen und 3 Gewerbeabmeldungen.

Unsere Einwohnerzahl liegt derzeit bei 1022 (Stand 31.12.2016).

Es ist sehr bedauerlich, dass unser Rugendorfer Kegelverein seine Sportstätte in Rugendorf aufgeben musste. Hier waren unter anderem finanzielle Probleme auch im Zusammenhang mit der Mietzahlung der Grund. Unsere Rugendorfer Kegler haben nunmehr in der Kegelanlage Stadtsteinach ihre neue Heimstätte gefunden. Natürlich haben alle örtlichen Vereine und auch unser Kegelverein mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen und es ist oftmals so, dass die eigenen Einnahmen zur Deckung der Kosten des Vereins nicht mehr ausreichend sind. Es ist aus meiner Sicht aber sehr schade, wenn Vereine, die ja alle wichtig für unser Gemeinwesen sind, aufgeben müssen. Sind sie auch für den Bestand und die Fortentwicklung in unserer Kommune unentbehrlich. Als 1. Bürgermeister bin ich aber immer im Rahmen meiner kommunalen Möglichkeiten auch in diesem Themenbereich aktiv und versuche zu helfen, zu koordinieren oder bei Bedarf auch zu moderieren, so gut es geht.

Bedauerlicher Weise haben wir auch berechtigte Kritik und Ärger über das so genannte mobile Filial-Angebot der Sparkasse Kulmbach-Kronach zu vermelden. Es war für die Bürger und die Firmen in der Gemeinde schon mit Unverständnis hinzunehmen, dass die Bank-Filiale - die ja schon nur begrenzt geöffnet hatte- komplett geschlossen wurde. Jetzt wurden auch die ursprünglich angekündigten Öffnungszeiten der mobilen Sparkasse noch mal stark vermindert. Auch haben wir während des Jahres immer wieder Kritik von einigen - ich darf betonen von einigen wenigen Bürgern - über die "Arbeit" unseres Bauhofes festzustellen. Diese Probleme, wenn man diese so bezeichnen möchte, wenn es um den Winterdienst und um die Mäharbeiten und Sträucherschnittarbeiten o.ä. geht, haben aber auch die meisten anderen Gemeinden zu vermelden. Leider können es die Bauhof-Mitarbeiter einfach nicht allen Gemeindebürgern recht machen. Das ist aber auch wahrlich sehr schwierig bis unmöglich. Leider machen die Bauhof-Mitarbeiter, wie wir alle auch mal Fehler, was ja wirklich nichts Unmenschliches ist. Das eigentliche Problem ist aber, das wir im Extremfall bei Schneefall und Eisregen oder im Frühjahr bis Herbst im umfangreichen Mäh- und Schnittdienst, immer nur das gleiche Personal zur Verfügung haben, das auch mal Urlaub hat oder krank ist. Und dann gibt es nun mal diese Probleme bei der Umsetzung aller Arbeiten die wir als Gemeinderat den Mitarbeitern vorgeben. Erschwerend kommt dann oft auch dazu, dass Teile des Maschinenparks mal defekt sind oder nach langjährigem Einsatz nicht mehr zu reparieren und durch Neuanschaffungen ersetzt werden müssen.

Meine Bitte als 1. Bürgermeister ist: nehmen Sie das eine oder andere Problem in diesem Zusammenhang bitte ein wenig gelassener hin und helfen Sie selbst dort wo Sie können. Wir haben natürlich als Kommune immer die Möglichkeit, zusätzliches Personal einzustellen oder bessere, vielseitigere - viel teurere Maschinen zu kaufen. Das würde aber den Gemeindehaushalt noch mehr belasten und würde sicher auch von den Bürgern kritisch gesehen werden.

Wir versuchen mit dem zur Verfügung stehenden Personal zurecht zu kommen, müssen allerdings immer mal wieder, wie schon erwähnt, verschlissene Maschinen und Geräte ersetzen. Wir haben auch im laufenden Haushalt 2017 für den Austausch defekter Maschinen im Bauhof Investitionsmittel vorgesehen. Auf Basis eines Gemeinderatsbeschlusses haben wir z.B.: nun den Kauf eines VW Caddy als Ersatz für ein defektes Fahrzeug und eines neuen Multifunktionsfahrzeuges für Mäharbeiten und Winterdienst vorgenommen. Weiterer Ersatz von Maschinen und Geräten oder Großreparaturen werden nach Bedarf immer in Abstimmung mit dem Gemeinderat vorgenommen bzw. durchgeführt. Ich habe bei Gemeindratsberatungen in den Raum gestellt, die bereits beschriebenen Arbeiten nicht mehr vom Bauhof, sondern durch Fremdleistung erledigen zu lassen. Dabei war man einhellig der Auffassung, dass wir unseren Bauhof weiterhin die Arbeiten erledigen lassen, weil uns externe Vergaben teurer kommen und wir dann auch von Dritten abhängig sind, was die Terminierung und die Qualität der Arbeiten angeht. Wenn wir diese kommunalen Pflichtaufgaben auch weiterhin durch den Bauhof ausführen lassen wollen, müssen wir unsere Personalstärke und auch einen guten und funktionsfähigen Maschinenpark vorhalten. Das sage ich hier an dieser Stelle ganz deutlich und betone ganz entschieden, dass es unbedingt notwendig ist, defekte Maschinen und Fahrzeuge, die teilweise Jahrzehnte lange Dienste geleistet haben, aber für unsere Bauhofarbeiten unbedingt notwendig sind, zu erneuern. Hier Einsparungen zu machen, nur weil Multifunktionsgeräte nicht ganz billig sind, kann uns nicht zum Ziel führen. Wir benötigen für die Arbeiten einen guten und funktionsfähigen Maschinenpark in unserem Bauhof, sonst können alle erforderlichen Arbeiten niemals zeitgerecht und qualitativ gut erledigt werden!

Abschließend möchte ich zu dem Thema noch anmerken, dass wir heuer auch wieder umfangreiche Unterhaltungsmaßnahmen am Naturbadeweiher durchgeführt haben: wie Zaunreparatur, neues Armbecken, Rundkies im Nichtschwimmerbereich und eine gründliche Reinigung.

Wir kooperieren im Bauhofbereich auch weiterhin sehr gut innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Stadtsteinach und besonders im Bereich der Klärwärter - Tätigkeiten findet ein regelmäßiger und guter Austausch zwischen den Kommunen statt.

Viele von Ihnen verfolgen aus den Pressemeldungen, dass andere Gemeinden Fördermittel im Zusammenhang mit der "Förderoffensive Nordostbayern" von der öffentlichen Hand erhalten oder erhalten haben.

Dieses Programm zielt u.a. auf die Haus-Leerstandsvermeidung und die Erhaltung der Dorfkerne in den Kommunen. Natürlich achten wir auch bei uns darauf, dass wir den Ortskern in Rugendorf gut erhalten können, dass wir allgemein wenig Haus-Leerstände und am Ende dann keine unbewohnten "Ruinen" haben.

Wir wollen auch ein gutes Ortsbild in unserer Gemeinde weiterhin erhalten. Das geht natürlich nicht so einfach und da helfen die staatlichen Förderungen nur bedingt. Das Thema ist immer ein Austausch - Prozess zwischen Eigentümern und Gemeinde. Wenn hier die finanziellen Rahmenbedingungen und die späteren sinnvollen Nutzungsmöglichkeiten beiderseitig zufriedenstellend ausgelotet sind, kann man erst das Antragsverfahren für die staatlichen Mittel einleiten.

Natürlich fragen sich auch manche Bürger, warum sich die angekündigte Betriebsansiedlung auf dem vorgesehenen Areal gegenüber der Fa. Kotte & Zeller in Richtung Losau noch nicht ergeben hat. Ich kann Ihnen mitteilen, dass die Gemeinde Rugendorf alle Voraussetzungen zur Betriebs-Ansiedlung, die zum derzeitigen Stand erforderlich sind, geschaffen hat und der Kaufprozess mit den Eigentümern der Gesamtfläche von 40.000 m² auch durchgeführt wurde. Wenn die Baumaßnahmen durch die Firma noch nicht eingeleitet wurden, ist dies natürlich primär die Entscheidung des Unternehmens und obliegt deren Planungen und Organisation. Wir als politische Gemeinde bedauern es, dass hier noch kein Baubeginn stattfand. Die Berechnungen und Planungen laufen jedenfalls und wir hoffen in nächster Zeit auf einen Fortschritt bei dem Vorhaben.

Natürlich sind wir als Kommune und ich als ihr 1. Bürgermeister immer aktiv, um unsere Gemeinde im Rahmen unserer Möglichkeiten weiter zu entwickeln. Wir haben deshalb ja wieder ein neues Baugebiet erschlossen und können Interessenten dort 8 Parzellen anbieten. Hier besteht auch bereits reges Interesse und Nachfragen. Wir wünschen uns Neubürger in unserer Gemeinde und freuen uns ganz besonders, wenn gerade auch junge Familien zu uns ziehen.

Einige Projekte und Ereignisse des lfd. Jahres 2017 in Kurzform :

- Wir haben einen Defibrillator am HdJ installiert (Danke für die großzügige Spende der Sparkasse). Dieses Gerät kann bei akuten Notfällen Leben retten.

- Eine Photovoltaikanlage auf dem ehemaligen Asphaltmischwerk wurde gebaut. Dies stellt nun eine sinnvolle Nutzung des brachliegenden Areals dar.

- Eine Aufstellung eines Glasfaserstrukturplanes mit dem Ziel, Glasfaser in jedes Haus zu bringen, wurde beauftragt. Hierzu bestehen Fördermöglichkeiten durch Landes- und Bundesmittel.

- Es wurden sogenannte Hundetoiletten im Gemeindegebiet aufgestellt. Sie werden gut angenommen und wir werden weitere an den notwendigen Stellen anbringen, denn Bedarf hierfür besteht ja zweifelsohne.

- Die energetischen Sanierungsmaßnahmen im Haus der Jugend wurden durch den Einbau neuer Fenster und Lüftungsanlagen durchgeführt. Auch konnte in diesem Zusammenhang ein barrierefreier Zugang erstellt werden. Mit dieser vom Freistaat Bayern mit 90% geförderten Maßnahme können wir die Qualität unseres Gemeindezentrums Haus der Jugend bedeutend erhöhen und es für weitere Veranstaltungen und Feiern noch attraktiver machen. Besonders bedanken möchte ich mich beim Architekturbüro Kestel aus Kulmbach für die gute Zusammenarbeit, bei der Durchführung und Koordinierung für dieses Vorhaben.

- Wir haben die Erstellung eines qualifizierten Kanalkatasters in Auftrag vergeben, was für den zukünftigen Betrieb und evtl. Sanierungsmaßnahmen am vorhandenen Kanalnetz unerlässlich ist, da bisher keine vollständigen Dokumentationen vorlagen.

- Das Dach am ehem. Busunterstellhaus, dem Gebäude neben dem Feuerwehrhaus wurde komplett erneuert. Das Gebäude nutzt vorwiegend der Bauhof als Lager.

- Wir haben neue Spielgeräte für die Spielplätze Rugendorf und in Losau angeschafft, die im Frühjahr montiert werden können.

- Erneut haben wir eine Müllsammelaktion im Gemeindegebiet durchgeführt. Danke an alle freiwilligen Teilnehmer und an Gemeinderat Franz Schnaubelt für die Organisation.

- Es wurden mehrere defekte Hydranten im Gemeindegebiet ausgetauscht. Diese sind wichtig für den Brandschutz, also für unsere Sicherheit und waren nach Jahrzehnten eben auch verschlissen.

- Ein größeres Projekt waren die Asphaltierungsarbeiten in Losau (u.a. wg. des Breitbandausbaus). Weitere Projekte bzw. Maßnahmen folgen noch und werden nach Absprache im Gemeinderat dann durchgeführt.

- Neubau einer 20kV-Schaltstation und Erdverkabelung mehrerer Strecken im Gemeindegebiet durch Bayernwerk AG. Dadurch Verbesserung des Stromnetzes und der teilweise Abbau von Freileitungen.
- Nach über 15-jährigem Betrieb mussten auch aufgrund von Verschleiß, zwei defekte Pumpen der Kläranlage in Rugendorf erneuert werden

- In Losau wurden in Zusammenarbeit mit der Bayernwerk AG Straßenleuchten versetzt bzw. neu errichtet.

-Wir konnten alle ein sehr gelungenes Fest zum 25-jährigen Jubiläum unseres Kindergartens bestaunen und dürfen uns bei allen Helfern bedanken. Besonders natürlich beim Team des Kindergartens und der KiTa.

-Unsere Feuerwehr in Rugendorf feierte ihr großes150-jähriges Bestehen und hat mit vielen Helfern hierbei "großes" geleistet und ihren Gästen ein würdiges und schönes Fest geboten.

-Unser Mitbürger Herbert Rösch erhielt von Gesundheitsministerin Melanie Huml den "weißen Engel" für seinen vorbildlichen und ehrenamtlichen Einsatz in der Tinnitus-Selbsthilfegruppe. Eine Auszeichnung die nur 10 Geehrten je Regierungsbezirk vorbehalten ist.

- Es ist geplant Bus-Wartehäuschen in Rugendorf zu erstellen. Das Angebotsverfahren hierzu läuft und es werden derzeit noch Fördermöglichkeiten geprüft. Anschließend wird im Gemeinderat darüber beraten und entschieden.

- Unsere Feuerwehr Rugendorf hat einen Antrag gestellt, die Heizung im Feuerwehrhaus wieder in Stand zu setzen. Das wird selbstverständlich getan. Wir wollen aber weitere wichtige Sanierungen innerhalb eines Gesamtkonzeptes zum Feuerwehrhaus zusätzlich erstellen und bewerten. Die notwendigen Kosten sollen in den Gemeindehaushaltsberatungen für 2018 nach Möglichkeit mit behandelt werden.

- Aufgrund einer Spende des Lions Clubs Kulmbach konnten wir Spiele und Spielgeräte für die Kinder unserer Mittagsbetreuung anschaffen. Herzlichen Dank auch hierfür.

-Es werden und wurden bereits notwendige Reparaturen und Sanierungen von Orts- und Gemeindestraßen durch den gemeindlichen Bauhof durchgeführt und weitere Maßnahmen werden noch folgen.

- Ich möchte unsere Bürger auch darüber informieren, dass wir Überlegungen und Prüfungen von Maßnahmen zur besseren Pflege der öffentlichen Grünflächen (Wiesen, Hecken, Sträucher, Bäume usw...) zur Erhaltung und Verschönerung des Ortsbildes durchführen. Hier haben in der Vergangenheit sehr viele Bürger ehrenamtlich mitgewirkt. Vielen Dank hierfür!

Aber viele Helfer können nun aus Altersgründen oder Zeitmangel leider nicht mehr so viel oder auch gar nichts mehr machen. Das Thema betrifft auch und natürlich die vorhandene Kapazität und Organisation unseres Bauhofs, worüber ich vorher schon ausführlich berichtet habe.

Wir dürfen uns in unserer Gemeinde niemals auf einen Stillstand einpendeln, wir brauchen stetige und nachhaltige Weiterentwicklung.

- Dazu ist der Zuzug von Familien wichtig, denn der demografische Wandel macht nicht vor unserer Tür halt.

- Wir brauchen unsere Unternehmen und kleineren Betriebe und auch Neuansiedlungen von Firmen um Arbeitsplätze zu generieren und auch um unsere Gemeindefinanzen stabil zu halten.

- Wir brauchen Initiativen von engagierten Bürgern zum nachhaltigen Erhalt unserer Vereine und Organisationen.

Hier sind immer auch konstruktive, zielführende Vorschläge auch aus der Bürgerschaft sehr hilfreich.

Ich appelliere an unsere jungen Mitbürger, aber auch an die älteren erfahrenen Mitbürger: gehen Sie zu den Vereinen und Organisationen, engagieren Sie sich im Ehrenamt, in der Vereinsführung und Verwaltung oder wirken Sie aktiv mit. Es liegt an uns allen, ob wir auf lange Sicht noch unsere Vereine haben. Ich bitte aber auch die Vereins-Funktionäre durch engagierten Einsatz für Ihre Vereine zu werben !

Wir als kommunalpolitisch Verantwortliche geben unseren Bürgern viel Gehör:

Bei Bürgerversammlungen, Bürgermeistersprechstunden oder auch bei den bisher durchgeführten Sprechstunden vor den Gemeinderatssitzungen.

Hierbei oder auch bei persönlichen Gesprächsterminen können sich unsere Bürger gerne mit guten Vorschlägen für das Wohl unserer Gemeinde zu Wort melden. Wir sind dankbar für gute Ideen und Vorschläge, die zur Weiterentwicklung unserer Gemeinde beitragen.! Auch das halte ich für sehr wichtig, denn interessierte, weitsichtige Gemeindebürger haben zwar oft kein Amt, aber oft sehr gute Ideen und Vorschläge ! Damit können diese Bürger auch einen sehr guten Beitrag zur Entwicklung ihrer Gemeinde leisten!

Nachdem wir unsere Haushaltsberatungen auch öffentlich halten, leider aber hier wenig Resonanz der Bürger vorliegt, lassen wir das dann immer in der Presse veröffentlichen und ich gebe heute einen Auszug aus dem bereits veröffentlichten Gemeindehaushalt.

Daten aus dem Haushalt 2017 der Gemeinde Rugendorf:

Der Rücklagenstand zu Beginn des Haushaltsjahres 2017 beträgt rund 335.000 Euro. Nach einer geplanten Rücklagenentnahme in Höhe von rund 133.000 Euro wird der Rücklagenstand zum Jahresende 202.000 Euro betragen. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestrücklage von 17.000 Euro wird somit eingehalten. Die Gesamtverschuldung betrug zu Beginn des Jahres 2017 rund 959.000 Euro und zum Jahresende wird sie noch rund 887.000 Euro betragen. Eine Sondertilgung ist aufgrund der vertraglichen Zinsbindungen im Haushaltsjahr 2017 nicht möglich.

Die Pro-Kopf-Verschuldung betrug am Jahresanfang 923 Euro und wird bis zum Jahresende bei etwa 855 Euro liegen. Durch große Sondertilgungen in den letzten Haushaltsjahren in Verbindung mit der Inanspruchnahme von "0%-Zinssatz-Darlehen" werden aber weiterhin jährlich rund 18.000 Euro Zinsleistungen eingespart, was sich sehr erfreulich auf unsere Gemeindefinanzen auswirkt.

Die vom Gemeinderat Rugendorf bei der Haushaltsitzung am 12.06.2017 verabschiedete Haushaltssatzung und Haushaltsplan für 2017 wurde mit Schreiben vom 02.08.2017 vom Landratsamt Kulmbach rechtsaufsichtlich gewürdigt und auch im Amtsblatt des Landkreises veröffentlicht.

Der Haushalt 2017 wurde ordnungsgemäß, wie in der Vergangenheit immer, durch den Kämmerer der VG Stadtsteinach/Rugendorf, Herrn Stark, zusammen mit dem 1. Bürgermeister erarbeitet und als Planentwurf zusammengestellt.

Auf einige wichtige Zahlen aus dem Haushalt 2017 möchte ich noch einmal kurz eingehen:

Der Haushalt der Gemeinde Rugendorf für das Jahr 2017 umfasst ein Gesamtvolumen (Verwaltungs- und Vermögenshaushalt) von 2.421.659 Euro. Das Gesamtvolumen hat sich gegenüber dem Vorjahr (3.302.091Euro) um rund 26,6 % (=880.432Euro) verringert.

Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 1.920.473 Euro ab. Das Volumen hat sich gegenüber dem Vorjahr 1.822.459 Euro um 5,4 % (=98.014 Euro) erhöht.

Bei den für das Jahr 2017 veranschlagten Einnahmen möchte ich einige wichtige Posten herausheben:

Grundsteuer A 17.970 Euro

Grundsteuer B 83.000 Euro

Gewerbesteuer 320.000 Euro

Die Hebesätze bei der Grundsteuer A und B lagen weit unter dem Landesdurchschnitt, dennoch wurden die Hebesätze für die Realsteuern bis 2017 nicht angehoben. Wir haben nach 40 Jahren auch auf Betreiben der Aufsichtsbehörde neue Sätze beschlossen. Ab dem 01.01.17 betragen sie für die Grundsteuer A und B nicht mehr 290 v.H. sondern 330 v.H.

Die Gewerbesteuer bleibt mit 310 v.H. seit dem Jahr 1977 aber weiterhin unverändert.

Weitere wichtige Einnahmen:

Gemeindeanteil an der Lohn- und Einkommensteuer         390.000 Euro

Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer                                   28.501 Euro

Einkommensteuerersatzleistung                                           30.316 Euro

Schlüsselzuweisungen vom Land Bayern                           385.556 Euro

Straßenunterhaltungszuschuss                                             50.900 Euro

Benutzungsgebühren                                                           108.600 Euro

Einnahmen aus Konzessionsabgaben                                   26.000 Euro

Auch bei den veranschlagten Ausgaben im Verwaltungshaushalt 2017 hier einige wichtige Positionen:

Personalkosten, einschl. Soziallasten                                   233.224Euro

Kreisumlage                                                                          370.788Euro

VG-Umlage                                                                           188.000Euro

Schulumlage Schulverband Stadtsteinach-Untersteinach     17.964Euro

VG-Stadtsteinach (Grundschule)                                           68.395Euro

Personal- und Betriebskostenzuschuss

für den ev. Kindergarten                                                      150.000Euro

(Betriebskostenförderung durch die Gemeinde:                  337.000 Euro,

Betriebskostenzuweisung: 187.000 Euro)

Straßenunterhaltungskosten                                                 50.000 Euro

Lfd. Betrieb für die Straßenbeleuchtung                               13.900 Euro

Straßenreinigung und Winterdienst                                        9.100 Euro

Zinsen für ordentlichen Schuldendienst                                 8.300 Euro

Der Vermögenshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 501.186 Euro ab. Gegenüber dem Vorjahr 1.479.632 Euro) hat sich dieser um 978.446 Euro = 66 % verringert.

Hier einige größeren Projekte auf der Ausgabenseite:

Erschließungskosten Langenbühler Weg III                      183.000 Euro

Ordentliche Tilgungsleistungen                                           72.886 Euro

Breitbanderschließung, Bundesprogramm                          21.123 Euro

Anschaffung von Geräten für Bauhof                                  55.000 Euro

Kanalbau im Industriegebiet                                              120.000 Euro

Veranschlagt sind als nennenswerte Einnahmeposten z.B.:

Zuweisungen für Breitbanderschließung Bundesprogramm 21.123 Euro

Investitionspauschale                                                          126.500 Euro

Zuführung vom Verwaltungshaushalt                                  220.700 Euro

Rücklagenentnahme                                                           133.000 Euro

Trotz laufender Maßnahmen zur Erhaltung der Infrastruktur konnte die Verschuldung 2017 auf den Stand von noch 887.000 Euro gesenkt werden. Dies geschah durch Regeltilgungen in Höhe von 72.886 Euro und entspricht um ca. 7,5% weniger Schulden für die Gemeinde.

Ihr Bürgermeister und der amtierende Gemeinderat werden immer versuchen, ebenso wie unsere Vorgänger, zum Wohle der gesamten Gemeinde zu wirken. Wir müssen immer versuchen unsere Infrastruktur zu erhalten und auszubauen bzw. den Bedürfnissen anzupassen. Dazu gehören, ärztliche Versorgung, Schule, Kita und Kindergarten, Banken, Haus der Jugend, Dorfladen, Badeweiher, Sportanlagen u.v.m.

Wir müssen den demografischen Wandel auch in unserer Gemeinde beachten und hoffen, dass unsere Gemeinde für den Zuzug, auch von jungen Familien, attraktiv ist und bleibt. Wir müssen beachten, dass wir unser Ortsbild erhalten, also Haus-Leerstände, die ggf. in Zukunft möglich sind, zu vermeiden.

Neben der Infrastruktur spielt natürlich der Faktor Arbeit eine wichtige Rolle und daher ist es wichtig, dass wir gute und erfolgreiche Firmen haben und bekommen. Wichtig ist auch, wie schon erwähnt, dass wir unser Ortsbild und die Natur beachten und dass wir immer die Sorgen und Wünsche unserer Land- und Forstwirtschaft mit berücksichtigen. Wir sind auch dankbar, wenn sich unser Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein aktiv und mit Rat an der Gestaltung unserer Gemeinde beteiligt und es freut uns, wenn sich viele Bürger ehrenamtlich, auch im kleinen und ihnen möglichen Rahmen an der Ortsgestaltung beteiligen, wofür wir auch immer sehr dankbar sind.

Als Ihr Bürgermeister habe ich nicht die Absicht mit Zukunftsprojekten aufzuwarten, die nicht bezahlbar und der Gemeinde auch nicht nachhaltig von Nutzen sind. Ich werde gemeinsam mit meinen Gemeinderäten Projekte und Aufgaben für die Zukunft erarbeiten, aber auch immer die Gemeindefinanzen im Auge behalten und die Bürger weitestgehend informieren und bei großen Projekten bei Bedarf auch befragen. Ich möchte in meinem politischen Wirken stets für alle Bürger ein offenes Ohr haben, mich um die Anliegen von Jung und Alt kümmern, für alle Bürger Kommunalpolitik gestalten und auch mit der in einer demokratischen Gesellschaft notwendigen und auch gewünschten konstruktiven Kritik gut umgehen.

Wir sind verpflichtet, und ich bin immer bemüht, die Bürger zu informieren.

Das Thema Transparenz ist für mich grundsätzlich sehr wichtig.

Im Stadtsteinacher Anzeiger oder auf den Internetseiten der Gemeinde Rugendorf erhalten sie Informationen über das aktuelle Geschehen bei uns. Schauen Sie mal rein unter www.rugendorf.de

Unsere Gemeinderäte und ich versuchen immer unser Wirken den Bürgern zu erklären und für unser Tun zu werben. Schließlich brauchen wir auch in Zukunft junge Mitbürger, die sich in den Ehrenämtern und natürlich auch als Gemeinderäte engagieren wollen.

Wir leben unseren Kindern und unserer Jugend vor, das wir alle ein gutes Zusammenleben mit unseren Mitbürgern pflegen wollen - allein das ist schon viel wert und für ein gutes Miteinander in der Gemeinde enorm wichtig. Wir wollen doch alle, dass wir stets vorankommen und dass sich unsere Gemeinde Rugendorf immer gut fortentwickelt. Dabei sollten wir tolerant und kritikfähig sein, also andere Meinungen und demokratische Entscheidungen auch immer akzeptieren. Auch wenn sie persönlichen Interessen oder Vorteilen manchmal nicht zuträglich sind.

Lasst uns zufrieden sein, dass wir in unserer ländlichen Idylle in Frieden und ohne Gewalt, die wir täglich im Fernsehen sehen müssen, leben können. Lasst uns zufrieden sein, dass unsere Kinder in dieser friedlichen Heimat aufwachsen dürfen.

Liebe Bürger, lasst uns auch an diejenigen denken, denen es nicht so gut geht, auch in unserer Umgebung und versuchen wir zu helfen wo und wie es uns möglich ist!

Thema Trinkwasser-Verunreinigung:

Das Thema wurde seitens des 1. Bürgermeisters und der Amtsärztin Frau Dr. Sancu detailliert erläutert und anschließend konnten die wichtigen und interessanten Fragen der Bürger beantwortet werden. Die Bürger werden je nach Veränderung der Lage auch künftig umfassend informiert. Erläuterungen zur Problematik, zum Stand der Ursachenforschung und -Behebung wurden und werden zukünftig auch immer bekanntgegeben.